Das Sinram-Freibad wird betrieben vom Förderverein Freibad Markoldendorf e.V.

 

Öffnungszeiten

 

Das Freibad Markoldendorf öffnet Mitte Mai je nach Wetterlage. Die Badesaison endet frühestens Anfang September

und  spätestens 1 Woche später. Die endgültige Entscheidung über Beginn und Ende der Badesaison wird vom Vorstand des Fördervereins getroffen.

 

Die täglichen Öffnungszeiten werden wie folgt festgelegt:

 

Montags bis freitags             13:00 bis 19:00 Uhr                                
Samstags, sonntags und an
Feiertagen                          10:00 bis 18:00 Uhr                            

 

Der Vorstand des Fördervereins kann die Öffnungszeit an einzelnen Tagen bis 20.00 Uhr verlängern.

 

Schulen und Kindergärten können das Bad nach vorheriger Anmeldung das Bad auch vormittags nutzen.

 

Während der Sommerferien ist das Freibad Markoldendorf ab 10.00 Uhr geöffnet.

 

Bei einer Öffnungszeit ab 10.00 Uhr ist eine Wasserruhezeit von 12.00 bis 12.30 Uhr einzuhalten, wenn nur eine Badeaufsicht anwesend ist.

 

Bei anhaltender Schlechtwetterperiode hat das Freibad montags bis freitags nur von 17.00 – 19.00 Uhr geöffnet und am Wochenende von 10.00 bis 12.00 Uhr.

 

 

Chronik des Freibades Markoldendorf


erstellt von Klaus Ahrens aus den handschriftlichen Aufzeichnungen, einige Teile der Aufzeichnungen waren leider nicht mehr lesbar.

 

Markoldendorf, den 20. Juni 1933


 

Am 29. Mai 1933 wurde für den Bau der Schwimmbadanstalt Markoldendorf

der 1. Spatenstich gemacht und am 20. Juni 1933 der 1. Stein für das Fundament gelegt.

 

Das Schwimmbad wird im Jahr der nationalen Erhebung Deutschlands, worüber die deutsche Geschichte ausführlich berichten wird, gebaut, die Gemeinden sind alle verarmt und die Arbeitnehmer ohne Arbeit; 5 Millionen arbeitswillige deutsche Frauen und Männer suchen Beschäftigung. Um Arbeit zu beschaffen, zahlt der Staat für jeden beschäftigten Arbeiter einen Zuschuß, der Zuschuß für das Freibad beträgt rund 3.000,- Reichsmark. 

Die Anregung zum Bau eines Schwimmbades geht aus von dem Maurermeister Heinrich Rinke und dem Sattlermeister E: A: Henne, die sich zu diesem Zwecke im Juni 1932 in Gemeinschaft mit dem  Bierverleger Mohnkopf und dem unterzeichneten Bürgermeister die neu errichtete Badeanstalt in Harriehausen, Kr. Osterode angesehen haben. Für den Bau setzten sich ferner ein:

der Vorsitzende des Männerturnvereins Markoldendorf, Postschaffner Karl Michaelis, und der Hauptlehrer Otto Wilke. Infolge der hohen steuerlichen Belastung – es werden 100 % der Grundvermögen-, Gewerbe- und Bürgersteuer als Kreissteuer erhoben, für Markoldendorf jährlich 10.240,- Reichsmark,-- kann die Fleckengemeinde keinerlei Bargeld für den Bau des Schwimmbades zur Verfügung stellen, daher wurde bei den Einwohnern Markoldendorfs und Oldendorfs eine Sammlung veranstaltet, die einen Betrag von 1.240,- Reichsmark ergeben hat. Wer infolge der außerordentlichen Geldknappheit kein Bargeld zeichnen konnte, erklärte sich bereit, Material heranzufahren oder auch selbst beim Bau kostenlos mitzuarbeiten.

 

Damit das erforderliche Material gekauft werden konnte, stellte der Männerturnverein Markoldendorf 1.000,- Reichsmark und Frau Wilhelmine Ölkers, geb. Reins RM 750,- zinslos zur Verfügung; Frau Wilhelmine Gralle, geb. Beißmann, stiftete der Fleckengemeinde 1.500 RM, wofür die Gemeinde nach ihrem Tode die Grabpflege für die Familie Gralle übernehmen soll , diese Stiftung stellt sie der Gemeinde schon jetzt zum Bau der Badeanstalt bereit.

 

Die Beaufsichtigung der Arbeiten wird von den Maurermeistern Heinrich Rinke, Willi  Rinke und Heinrich Prinz unentgeltlich ausgeführt, sie stellen auch Gerüste und alle anderen erforderlichen Maurergerätschaften kostenlos zur Verfügung. Die Zeichnung wurde von Kreisbaumeister Heinze, Northeim, angefertigt, der auch die Oberaufsicht hat.

 

Große Verdienste haben sich um das Zustandekommen des Baues der Badeanstalt die Herren Zimmermeister Karl Peter, der viele Vorentwürfe für das Schwimmbad uneigennützig aufstellte und auch beim Bau Loren kostenlos zur Verfügung stellt, und der bereits erwähnte Postschaffner Karl Michaelis, der selbstlos für den Bau geworben und die Sammlung der freiwilligen Spenden sowie der freiwilligen Fuhrleistungen übernommen hat.

 

Der Bau des Schwimmbades wurde aber erst dadurch möglich, daß das Ehepaar, Zimmermeister und Senator a.D. Georg Sinram und Luiste geborene Hesse, der Gemeinde den allein geeigneten Platz testamentarisch vermachte. Der Name Sinram wird durch diese Anstiftung der Nachwelt erhalten bleiben.

 

An dem Bau werden nur Arbeitslose beschäftigt und zwar:

1.   Georg Rinke, Maurerpolier, Markoldendorf,

2.   August Schelm, Maurer,           „  
3.   Karl Grube, Maurer,             Markoldendorf

4.   Heinrich Koch, Maurer,        Markoldendorf

5.   Karl Heise, Maurer,               „

6.   Heinrich Ohlendorf, Maurer, Oldendorf,

7.   August Kettler, Maurer, Markoldendorf,

8.   Karl Villmar, Arbeiter,             „  
9.   Ernst Schreiber, Schmied,     „

10. Wilhelm Grube, Tischler,       „

11. Karl Sephan, Bäcker,             „

12. Ernst Küster, Bäcker,             „

13. Gustav Schrader, Brunnenbauer, Markoldendorf

14. August, Ippensen, Arbeiter,            „

15. Wilhelm Flagge, Arbeiter,               „

16. Friedrich Grube, Arbeiter,               „

17. Gustav Schaper, Bäcker,                „

18. Paul Reuter, Arbeiter,                     „

19. Edwin Becker,Installateur,              „

20. Otto Brünig, Arbeiter,                      „

21. Albert Meier, Tischler,                     „

22. Wilhelm Beyer, Dachdecker, Oldendorf,

23. Karl Schrader, Zimmerer,         „

24. August Gehrke, Zimmerer,       „

25. August Severit, Maurer, Markoldendorf.

 

Landrat des Kreises Einbeck ist Dr. Hinrichs.

Der Magistrat des Fleckens Markoldendorf besteht aus Bürgermeister Engel, Senator und Landwirt Christian Ahrens und Senator und Dachdeckermeister Wilhelm Dehne.

 

Zum Bürgervorsteherkollegium gehören: 1. Wilhelm Reins, Landwirt,

2. August Grobe, Tischlermeister, 3. Wilhelm Volger, Studienrat a.D.,

4. Karl Schrader, Tischler, 5. Richard Müller, Landwirt,

6. E.A. Henne, Sattlermeister.

 

Erwähnt werden muss noch, dass die Senatoren Ahrens und Dehne ihre ganze Kraft für den Bau des Schwimmbades einsetzen und den Fortgang der Arbeiten Tag für Tag restlos überwachten.

 

                     Gez. Engel


Das Original dieser Chronik wurde an der Südseite des Bades eingemauert.


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Die Chronik zeigt, mit welchen schwierigen Problemen sich die Menschen damals beschäftigen mussten.
Massenarbeitslosigkeit ohne die finanzielle Absicherung durch die heutigen sozialen Netze, Inflation, politisch sehr unruhige Zeiten. Trotzdem gab es viele, die sich für die Idee eines Freibades in  Markoldendorf einsetzten und tatkräftig und uneigennützig viel Zeit investierten oder Geld für das Material spendeten.

 

 

Weitere Geschichte des Freibades Markoldendorf
 

1958      wurde das alte Sandsteinbecken mit seinen bemoosten Wänden gegen das heutige Betonbecken mit Verfliesung und Sprunganlage ausgewechselt.

 

1972       Das kleine Planschbecken wird durch das heutige Betonbecken mit Verfliesung ersetzt. Die Wasserversorgung wurde an das Leitungsnetz des Wasserbeschaffungsverbandes Markoldendorf angeschlossen.
Spültoiletten wurden eingebaut. Die Umkleideräume und Duschen wurden gefliest und Warmwasserduschen eingebaut. Ein neues Dach wurde erstellt, das Gebäude gestrichen und neue Türen eingebaut.

 

1973        Bau einer modernen Umwälz – und Beheizungsanlage, sowie des hinteren Betriebsgebäudes

.

1993         Beschaffung einer Rutsche für das Planschbecken, einer Tischtennisplatte sowie einige Sitzgruppen.

 

1994        Beschaffung von Sonnenschirmen und Wasserspielgeräten durch den Ortsrat.

 

1995         Im Rat der Stadt Dassel wird über die Schließung des Markoldendorfer Freibads nachgedacht, das Defizit aller drei Freibäder liegt zusammen bei über 500.000 DM. Davon in Markoldendorf ca. 130.000 DM.

 

1996         Januar Presseberichte über den Haushalt der Stadt Dassel und den Vorschlag zur Schließung von Freibädern im Stadtgebiet. Erste Versammlung interessierter Einwohner im Beverkeller. 

 

Arbeit des Fördervereins Freibad Markoldendorf e. V.

 

1996     April 
Gründung des Fördervereins Freibad Markoldendorf als gemeinnütziger eingetragener Verein. Erste Veranstaltungen, wie ein Eröffnungsfest werden durchgeführt. Die Kosten des Freibades Markoldendorf werden bei der Stadt Dassel näher ergründet.

 

1997         Oktober

             Erste Konzepte zur Reduzierung der Kosten werden mit der Stadt Dassel besprochen. Festgestellt wird, das das Freibad in vielen Bereichen sanierungsbedürftig ist.
Ein vom Ortsrat Markoldendorf finanziertes Konzept für die Sanierung ergibt Kostenschätzungen von über 900.000 DM, um das Freibad grundlegend zu sanieren, zu modernisieren und allen aktuellen Vorschriften anzupassen.

 

1997   finanziert der Ortsrat Markoldendorf für ca. 11.000 DM eine
Teilsanierung des Beckenrandes im Nichtschwimmer sowie Fliesenreparaturen. Die Ausführung erfolgt durch die Fa Weymann.

 

In
den Folgejahren :

 

Nach der Beseitigung einer Baumreihe von übergroßen Tannen entstehen ein Blumenbeet und eine größere Liegewiese am Babybecken.

 

Die  Mitglieder des Fördervereins lassen sich durch den Millionenvortrag des Ingenieurbüros nicht entmutigen und beschließen eine Sanierung in kleinen Schritten. Die Durchführung aller Maßnahmen des Vorschlags ist für den Erhalt und Betrieb des Bades auch nicht erforderlich.

Seit 1996 hat sich das jährliche Defizit für das Freibad Markoldendorf im Haushalt der Stadt Dassel von ca. 130.000 DM auf ca. 65.000 DM nahezu halbiert. Möglich war dies nur durch den tatkräftigen Einsatz der Mitglieder sowie durch Spenden vieler Firmen und Privatpersonen.

 

Ca. 1000 bis 2000 Stunden Arbeitseinsatz jährlich waren nötig, um dem Bad wieder ein ansprechendes Äußeres zu verschaffen. Vom historischen Holzgebäude mußten diverse abblätterende Farbschichten teilweise mühsam entfernt werden, bis der neue gelbe Anstrich aufgebracht werden konnte.

Neu erstellt bzw. saniert wurden drei Zäune, ein Warmwasserspeicher sowie Drücker für die Duschen.

 

Die Chlorgaswarnanlage wurde durch die Stadt beschafft und zur Hälfte durch den Verein bezahlt. Die neue Chlordosierungsanlage hat der Verein allein finanziert.

 

Das Jahr 1999 forderte den Verein vor der Saison besonders. Weitere Einsparforderungen des Stadtrates im Freibadhaushalt mußten für unser Freibad erfüllt werden. Die Personalkosten für städtische Beschäftigte wurden erheblich reduziert.

Vormittags eingeschränkte Öffnungszeiten außerhalb der Ferien sparen Kosten. Gleichzeitig wurde mit der Stadt Dassel für die Frühschwimmer eine Möglichkeit gefunden, wie sie ohne den städtischen Bademeister das Bad morgens nutzen können.

 

Nachdem der Verein in den Vorjahren bereits viele der vorbereitenden Arbeiten übernommen hat, versuchten wir erstmals 1999 auch die Reinigungsarbeiten sowie alle anderen vorbereitenden Arbeiten außerhalb des Maschinenhauses selbst
durchzuführen. Die für alle Helfer ungewohnten Reinigungsarbeiten am großen Schwimmbecken dauerten mehrere Arbeitstage. Auch viele Kinder und Jugendliche engagierten sich hier.  

 

Dieses Jahr zeigte aber auch unsere Grenzen auf, nur allein mit
hochmotivierten Helfern ohne handwerklich geschickte Fachleute lassen sich manche Arbeiten weder planen noch durchführen. 

Wir freuen uns immer, wenn wir neue Mitglieder begrüßen können. Bei einem Mindestjahresbeitrag von 11 € bzw 22 € für Familien haben wir bereits über 330 Mitglieder. Aufnahmeanträge sind an der  Freibadkasse oder "Online" auf dieser Seite erhältlich.

 

Genauso wichtig, wie zahlende Mitglieder,   sind aber die vielen Menschen, die regelmäßig oder ab und zu bei der praktischen Arbeit helfen. Dabei sind uns alle Helfer willkommen, insbesondere auch diejenigen, die für die Verpflegung der anderen Helfer sorgen. 

In den nächsten Jahren werden wir uns intensiver mit Reparaturen am Schwimmbecken beschäftigen und sind daher sehr an Helfern mit Erfahrungen im Fliesen und Maurerbereich interessiert. Weiter soll im Winter 2006 eine Sanierung der Nassräume und Toiletten erfolgen.

 

Der finanzielle Aufwand für das Freibad Markoldendorf hätte sich für die Stadt Dassel ohne den Einsatz des Fördervereins nicht in einem erheblichen Umfang verringert. Mit großer Wahrscheinlichkeit wäre das Freibad Markoldendorf inzwischen geschlossen. Der Förderverein wird mit allen Mitteln weiter alles dafür tun, damit unser Freibad geöffnet bleibt. Dies kann noch für viele Jahre gelingen, wenn der Rückhalt in der Bevölkerung vorhanden ist.

Auch seitens der Stadt Dassel und aller beteiligten Ämter und Gremien wird die Arbeit des Fördervereins anerkannt. Auf eine vernünftige Zusammenarbeit legt der Förderverein besonderen Wert. Die Stadt Dassel hat zusammen mit dem Förderverein in den letzten Jahren fast alle Pumpen im Maschinenhaus erneuert.

 

Seit 2003 betreibt der Förderverein das Freibad Markoldendorf. Im gleichen Jahr finanzieren der Ortsrat Markoldendorf und die Stadt Dassel je zur Hälfte eine neue wirtschaftliche Gasheizung. 

Das Gemeinsame Ziel sollte immer der Erhalt der öffentlichen
Einrichtungen zum Nutzen aller Einwohner sein!

Wenn Sie dem Förderverein beitreten möchten, hier finden Sie das Formular für den Aufnahmeantrag

Aufnahmeantrag in den Förderverein Freibad Markoldendorf
Aufnahmeantrag 2017 neu.pdf
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Zur Information hier auch ein Auzug aus der Satzung
Satzungsauszug Freibad.pdf
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